homeless, hollidays, hiking, summer and daycamps

July, 25

Hallo!

Jetzt habe ich auch schon eine ganze Weile nichts mehr von mir hören lassen. Es gibt aber eigenltich unglaublich viel zu berichten:

Im Juni haben Simon und ich eine Woche lang obdachlos sein wollen. Der Grund hierfür liegt in meiner Arbeit. Da ich sehr viel mit Obdachlosen arbeite und eigentlich nur eine sehr grobe Vorstellung davon habe, was Obdachlosigkeit eigentlich bedeutet, haben Simon und ich eine Art "Project-homeless-Woche" gestartet.

Wir haben also an einem Montag morgen second hand klamotten bekommen, Schlafsäcke in einen Rucksack gepackt, unsere Wertsachen gut verstaut und schon waren wir Obdachlos. In der Suppenküche gabs Mittag- und Abendessen, geschlafen wurde in der Bergkette in Lethbridge und rumgehangen wurde in einem öffentlichen Park. "Rumgehangen" deshalb, weil man ohne jegliche Verpflichtungen einfach Zeit totschlagen muss.

Wir hatten glücklicherweise gutes Wetter während dieser Woche und darum war das ganze Projekt mehr ein kleiner Urlaub, als eine riesige Erfahrung. Ich denke, dass Drogenprobleme, Kälte und regnerische Tage das Leben eines Obdachlosen sehr viel schwerer machen. Wir mussten feststellen, dass es den Heimlosen hier eigentlich nicht sehr schlecht geht, aber dass sie wahnsinnig von Helfern und Nonprofit Organisationen abhängig sind. 

Diese Woche war ein super Erlebnis und doch konnten wir Obdachlosigkeit nicht in vollen Zügen erfahren. Es hat mir jedoch geholfen, meine Klienten besser zu verstehen.

Nach dieser Woche gings dann in die Berge. Wir waren mit unserer Kirche campen. dann hieß es 5 Tage arbeiten und wieder in die Berge. Diesesmal in die USA. Dort habe ich das erste Mal Bären gesehen - und gar nicht zu weit weg. Nach zwei weiteren Wochen habe ich meine zwei sehr guten Freunde Ruben und Matthias von Calgary abholen dürfen, um mit ihnen ein Urlaub in den Bergen zu haben. 

Ich hatte also eine richtig schöne Zeit in den letzten Wochen. Das Wetter ist super hier (32°C tags - 15°C nachts), in 5 Tagen gehts mal wieder campen, Eduard Kasdorf ist gerade hier und wir genießen die Zeit zusammen... Einfach toll.

Zu meiner Arbeit: Ich muss im Moment nicht mal mehr im Kleiderladen arbeiten, sondern ich darf bei den Kidscamps mithelfen. Jeden morgen werden die Kinder zu dem Camp gebracht und dann wird gesungen, gespielt, gebastelt, gebowlet, geschwommen etc. etc. Ich darf bei den Camps eine Gruppe von ungefähr 9 Kindern durch die Stationen und den Tag leiten. Es macht Spaß, ist aber auch sehr anstrengend.

Wie man sieht, geht's mir hier wirklich sehr gut. Bin mal gespannt, wie schwer mir der Abschied in ca. 1 1/2 Monaten fallen wird.

Hier ein paar Bilder:

-- Project Homeless --

-- Camping and hiking --

-- Bears --

-- Hollidays --

-- fun --

1 Kommentar 25.7.09 19:34, kommentieren

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Niagara Falls, Toronto, Retreat

June, 5
Hallo!
24. Mai: Meine Mitbewohner und ich werden hier zuhause abgholt und zum Flughafen gefahren. Nach einer langen Fahrt und einem langen Flug sind wir dann bei schönem Wetter im Osten Kanadas angekommen. Die Eltern unserer kanadischen Mitbewohnerin haben uns am Flughafen abgeholt und dann gings auch bald ins Bett.
25. Mai: Nach einem Spaziergang um einen schönen See sind wir zu den Niagarafällen aufgebrochen. Es ist super schön dort, und die Wasserfälle sind gewaltig. Ich weiß gar nicht, wie viele billionen Liter Wasser dort pro Minute fliesen. Es gibt dort die Möglichkeit eine sogenannte "Reise hinter die Fälle" anzutreten.
Auf einer Plattform konnte man die Niagarafälle aus eine ganz anderen Perspektive sehen und in einem Tunnel hinter den Fällen konnte man die Kraft des Wassers noch ganz anders spüren (das ist richtig laut!)
26. - 29. Mai: Nachdem wir die Niagarafälle angeschaut hatten, sind wir nach Toronto gefahren. Dort hatten wir 4 Tage Zeit, die Stadt zu besichtigen und Freunde aus anderen Projekten in Kanada zu treffen. Die Zeit war toll, auch wenn das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat.
Toronto ist sehr multikulturell und hat viele kleine Viertel, wie zum Beispiel "Chinatown", "little Italy", "little India", "little greek"...
Das hat mir besonders gefallen. Es gibt aber schönere Sachen, als Großstadttourist zu sein.
29. - 31. Mai: Etwas außerhalb von Toronto hatten wir in einem schönen alten Bauershaus unser Zwischenseminar. Die verschiedenen Freiwilligen-Wohngemeinschaften aus Kanada haben sich dort getroffen und wir hatten eine super Zeit zusammen.
Es tat gut, eine Woche Urlaub zu haben. 
Und nun geht's weiter. Da das Kinderprogramm "Kidz Alive" nun fast vorbei ist, muss ich in Zukunft Montags arbeiten, habe aber dafür Samstags frei. (nur dass ihr wisst, wann ihr anrufen könnt)
Bis bald!
-- 25.Mai --
-- 26 - 29.Mai--
--29. - 31.Mai --

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Spring, Gardening, Sweetgrasshills and Candlelight

May 22
Frühling ist in Lethbridge angekommen. Die Bäume blühen, das Gras ist grün und es ist sehr oft warm genug um draußen in der frischen Luft zu sein. Wir konnten nun endlich anfangen, unseren Garten zu bepflanzen, ich darf meinen Gasteltern in deren Garten helfen und die Wandersaisson hat nun auch angefangen.

Wir waren letztes Wochenende in den USA (ist nur etwa 2 Stunden entfernt) und sind auf die sogenannten "Sweetgrasshills" gewandert. Diese Berge/Hügel sind besonders, weil man bestimmt im Umkreis von 200 km keinen einzigen weiteren Hügel findet. Mitten in der Prärie stehen da also ein paar Berge. Man hat deshalb auch eine wahnsinns aussicht auf die wunderschöne, braun-gelb-grüne Prarie =)

Am Sonntag verlassen meine Mitbewohner und ich Lethbridge und die Prärie, und werden Toronto besichtigen. Um die Flugkosten zu decken, haben wir ein paar Aktionen gestartet und unter anderen auch ein Candlelight-Dinner organisiert und serviert. Das war ein totaler Erfolg. Die drei Ehepaare waren super begeistert und sehr dankbar für unseren Einsatz.
Kosten gedeckt, Koffer gepackt, Tschüss.
Bis bald


-- Frühling und Gartenarbeit n Lethbridge --

-- Candlelight Dinner --
-- Wanderung auf den "Sweetgrasshills" --


-- meine Gasteltern --




1 Kommentar 23.5.09 07:54, kommentieren

Spring and work

Mai 7

Hallo mal wieder aus Lethbridge

Der Frühling ist auch hier in Canada mehr oder weniger angekommen, und so hatten wir die letzten Wochen hier viel Sonne, warme Temperaturen, grüne Wiesen, und trotzdem zwischendurch für 4 Tage Schnee (20 cm). 

Vor etwa 3 Wochen war ich mit Simon und einem Gemeindemitglied ein zweites und letztes Mal snowboarden. Bei 14 Grad und Sonnenschein macht das dann auch Pullover/T-shirt spaß.

Ich bin hier aber nicht die ganze Zeit am faulenzen und Frühling genießen. Ich muss auch ziemlich viel arbeiten. Von Dienstag bis Sonntag morgens darf ich Obdachlosen aushelfen, das große Kinderprogramm "Kidz Alive" leiten und Kisten schleppen. 

Da "Steets Alive" in einer finanziellen Krise ist, dürfen Simon und ich auch oft anderswo arbeiten, um für die Organisation ein wenig Extrafinanzen aufzutreiben. Ich war die letzten Tage auf einer Hasenfarm, Kompost oder Dünger (aus Hasenmist) in Tüten packen. Mittwochs arbeite ich für eine Backwarenkette "Tim Hortens" - Wir müssen die tiefgekühlten Backwaren aus einem Lastwagen in deren Kühlschrank tragen etc.

Das strengt ziemlich an, und darum sitze ich jetzt auf der Couch im Wohnzimmer mit schweren schweren Beinen und Armen.

in ein paar Minuten wird Dinner gemacht und gegessen und dann muss ich auch schon wieder arbeiten. Jugendstunde leiten heißt es Donnerstag abens.

Mir geht's immernoch super gut, ich fühle mich wohl.

In ein paar Tagen gibts dann den neuen Rundbrief. Bis dann -> Take care, bye

-- Spring --
-- Winter in between --
-- Work: Tiefkühltruhe mit Fleisch und Brot, Kisten und Kleider --
--physical work --

1 Kommentar 8.5.09 18:49, kommentieren

a short summer and the last month

April, 3
Na, jetzt habe ich mich ja schon ewig nicht mehr gemeldet und sollte deshalb viel zu schreiben wissen.
Die letzte Zeit war sehr arbeitsintensiv, da Kidz Alive (unser großes Kinderprogramm) wieder angefangen hat und ich somit pro Woche 17 Stunden mehr arbeiten muss.
Wir waren für ein Wochenende mit unserer Jugendgruppe auf einem großen Jugendevent in der sieben Stunden entfernten Provinz Saskatwan. Für die Kinder war das ein kleiner Urlaub. Für die Leiter irgendwie schon auch Arbeit.
Als kleine Atempause bin ich mit vielen Gemeindemitgliedern Lang laufen gegangen. Sonst war der Monat überwiegend mit Arbeit gefüllt.
Das Gebäude von Steets Alive wurde renoviert und somit lebten wir ein Weilchen im Chaos mit ständig neuen Umständen und Regeln. Zum Beispiel wurde unser "Kleidungsladen" für eine kurze Zeit geschlossen und wir mussten den Obdachlosen ihre Kleidung auf Wunsch und Bestellung bringen, oder wir mussten vieles abmontieren oder wegtragen.
Es gab jedenfalls viel zu tun und ich war absolut Urlaubsreif.
Den Urlaub habe ich dann auch bekommen:
Am 21. März habe ich mich auf den Weg nach Georgia gemacht. Unsere deutsche Organisation EIRENE, die mich hier untergebracht hat und mir das Jahr überhaupt ermöglicht, hat auf einer Insel ein Zwischenseminar organisiert. 
Da meine Flüge gecancelt wurden und ich ärgerlicherweise einen 11 Stunden Aufenthalt in Seattle in Kauf nehmen musste, hatte ich eine 30 Stunden Reise. 
Die Zeit habe ich dann aber sinnvoll ausgenutzt, indem ich mir Seattle ein wenig angeschaut und Briefe und Mails beantwortet habe.
Seattle hat eine wunderschöne "Downtown" (Innenstadt), liegt direkt am Ozean und hat schneebedeckte Berge garnicht weit entfernt. 
Am Sonntag, 22. März bin ich dann auf der Insel angekommen und wir hatten für eine Woche eine wunderbare Zeit mit Strand, Palmen und Sonne. Auch Alligatoren, Haie, Delfine und Pelikane haben unsere Aussicht versüßt.
Es war eine schöne Zeit und wirklich super, viele Leute wiederzusehen oder neu kennen zu lernen. Es war eine gute Gelegenheit von anderen Projekten zu erfahren und neue Motivation zu gewinnen.
Trotz viel Programm war die Zeit auf Jeckyll Island mehr ein Urlaub und sehr zu genießen.
Vielleicht noch zu erwähnen ist folgendes: Auf der Insel waren viele Jugendliche, die an einem riesen "Ultimate Frisbee Turnament" (einem Frisbee Turnier) teilgenommen haben. Wir haben uns ein wenig mit ihnen angefreundet und an deren letzten Tag ein professionelles Frisbee-Spiel gegen sie gespielt.
Wir, als Europäer kennen den Sport ja gar nicht, haben uns also die Regeln erklären lassen und angefangen zu spielen - und WIR HABEN GEWONNEN. Fand ich recht lustig. 
Nun bin ich zurück im kalten Canada, arbeite wieder regelmäßig und freue mich auf Ostern.
Viele liebe Grüße!
-- Langlaufen mit der Kirche --
-- Zwischenstop in Seattle --
-- Ankunft und Zeit auf Jeckyll Island --

1 Kommentar 3.4.09 18:34, kommentieren

castle mountain

Feb 17
Ist nun schon eine Wocher her, ich erwähne es troztdem hier in meinem Blog. 
Ein Kirchenmitglied der Mennonite-Church arbeitet in einem Skigebiet als Pistenkontrolle. Er hat uns Tickets geschenkt und so sind wir letzten Montag das erste Mal zum snowboarden in die Rocky Mountains gefahren.
Der Tag war wunderschön und die Skibedingungen in Ordnung.Ich hatte ein wenig mehr Pulverschnee erwartet. Da es jedoch in den letzten Wochen ziemlich warm war, mussten wir uns mit europäischen Schneebedingnungen zufriedenstellen.
Letzten Mittwoch fielen die Temperaturen wieder und es hat geschneit, und so hoffe ich einfach auf canadische Pistenbedingungen für's nächste Mal boarden.
-- Castle Mountain --

1 Kommentar 18.2.09 07:12, kommentieren

Mountain house

Feb. 02

Hallo aus Lethbridge.

Freitag: Mit unglaublicher Vorfreude auf das Wochenende, Brötchen  backen, Suppe kochen und anschließendem Bowlen gehen habe ich meinen Freitag mit den "Sundayschool-Kids" verbracht, 

und dann war

Samstag: Morgens ein wenig Proviant gekauft und den großen Van gestartet, sind Simon, ich und ein paar Freunde in die Berge gefahren. Wir haben ein Berghaus zur Unterkunft gehabt und sind Samstag und Sonntag Mittag auf Touren gegangen. Am Tag 1 waren wir in "Frank Slide" - Eine ganze Stadt ist hier in Steinen begraben. Der "bewegende Berg" - wie die Ureinwohner ihn nannten - hatte vor etwa 100 Jahren einen riesigen Erdrutsch und bedeckte ein ganzes Tal mit 82 Mio. Tonnen Fels.

Wieder im Berghaus, hatten wir ein gutes Abendessen und eine gemühtliche Zeit zusammen.

Sonntag: Kurz vor der Heimfahrt entschieden wir uns, eine Höle zu besichtigen. Auf dem Fußweg zur Höle entdeckten wir einen Fels, auf dem Fels sahen wir dann den nächsten Fels und als wir sogar diesen Fels beklettert hatten, konnten wir gar nicht mehr zurück und sind dann bis zur Bergspitze gewandert oder geklettert. Oben angekommen erwartete uns ein eisiger Wind und ein herrliches Panorama. Das war wohl eine meiner schönsten Bergtouren. Am Ende sind wir dann auch noch in die Höle, und dann ins Auto und heim.

Das war ein super Wochenende. Hier ein paar Bilder

--Das Berghaus und die Gemeinschaft --

-- Mein morgentlicher Ausblick --

-- Frank Slide --

-- unsere Bergtour --

1 Kommentar 2.2.09 22:28, kommentieren