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a short summer and the last month

April, 3
Na, jetzt habe ich mich ja schon ewig nicht mehr gemeldet und sollte deshalb viel zu schreiben wissen.
Die letzte Zeit war sehr arbeitsintensiv, da Kidz Alive (unser großes Kinderprogramm) wieder angefangen hat und ich somit pro Woche 17 Stunden mehr arbeiten muss.
Wir waren für ein Wochenende mit unserer Jugendgruppe auf einem großen Jugendevent in der sieben Stunden entfernten Provinz Saskatwan. Für die Kinder war das ein kleiner Urlaub. Für die Leiter irgendwie schon auch Arbeit.
Als kleine Atempause bin ich mit vielen Gemeindemitgliedern Lang laufen gegangen. Sonst war der Monat überwiegend mit Arbeit gefüllt.
Das Gebäude von Steets Alive wurde renoviert und somit lebten wir ein Weilchen im Chaos mit ständig neuen Umständen und Regeln. Zum Beispiel wurde unser "Kleidungsladen" für eine kurze Zeit geschlossen und wir mussten den Obdachlosen ihre Kleidung auf Wunsch und Bestellung bringen, oder wir mussten vieles abmontieren oder wegtragen.
Es gab jedenfalls viel zu tun und ich war absolut Urlaubsreif.
Den Urlaub habe ich dann auch bekommen:
Am 21. März habe ich mich auf den Weg nach Georgia gemacht. Unsere deutsche Organisation EIRENE, die mich hier untergebracht hat und mir das Jahr überhaupt ermöglicht, hat auf einer Insel ein Zwischenseminar organisiert. 
Da meine Flüge gecancelt wurden und ich ärgerlicherweise einen 11 Stunden Aufenthalt in Seattle in Kauf nehmen musste, hatte ich eine 30 Stunden Reise. 
Die Zeit habe ich dann aber sinnvoll ausgenutzt, indem ich mir Seattle ein wenig angeschaut und Briefe und Mails beantwortet habe.
Seattle hat eine wunderschöne "Downtown" (Innenstadt), liegt direkt am Ozean und hat schneebedeckte Berge garnicht weit entfernt. 
Am Sonntag, 22. März bin ich dann auf der Insel angekommen und wir hatten für eine Woche eine wunderbare Zeit mit Strand, Palmen und Sonne. Auch Alligatoren, Haie, Delfine und Pelikane haben unsere Aussicht versüßt.
Es war eine schöne Zeit und wirklich super, viele Leute wiederzusehen oder neu kennen zu lernen. Es war eine gute Gelegenheit von anderen Projekten zu erfahren und neue Motivation zu gewinnen.
Trotz viel Programm war die Zeit auf Jeckyll Island mehr ein Urlaub und sehr zu genießen.
Vielleicht noch zu erwähnen ist folgendes: Auf der Insel waren viele Jugendliche, die an einem riesen "Ultimate Frisbee Turnament" (einem Frisbee Turnier) teilgenommen haben. Wir haben uns ein wenig mit ihnen angefreundet und an deren letzten Tag ein professionelles Frisbee-Spiel gegen sie gespielt.
Wir, als Europäer kennen den Sport ja gar nicht, haben uns also die Regeln erklären lassen und angefangen zu spielen - und WIR HABEN GEWONNEN. Fand ich recht lustig. 
Nun bin ich zurück im kalten Canada, arbeite wieder regelmäßig und freue mich auf Ostern.
Viele liebe Grüße!
-- Langlaufen mit der Kirche --
-- Zwischenstop in Seattle --
-- Ankunft und Zeit auf Jeckyll Island --

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